Die Herstellung von Innentüren

Genauer Aufmaß der Tür

 

Der Einbau von Innentüren ist am besten zu beginnen, wenn der nutzungsfertige Fußbodenaufbau schon vorhanden ist (falls das ein Holzfußboden ist, muss die Tür vor dem Lackieren des Fußbodens eingebaut sein).

Die Vermessung der Türöffnung: genau prüfen wir den Maueröffnungsmaß, in der die Tür eingebaut sein soll. Wir prüfen die lichte Öffnungshöhe an beiden Seiten, und auch die Öffnungsbreite oben und unten. Falls das Ergebnis nicht übereinstimmt, nehmen wir das kleinste Maß an! Die Wandstärken werden auch gemessen und verglichen, ob die Diagonalen gleich lang sind. Von der Genauigkeit des Aufmasses ist in hohem Grade die Durchführung des ganzen Arbeitsganges abhängig.

 

 

 

Der Handel bietet Metallzargen zum Einbau direkt auf der Bodendecke an, bevor der

Fußbodenunterbau gelegt/gegossen wird. Der Aufmass der Türöffnung muss in diesem Fall zweimal durchgeführt werden: vor der Fußbodenverlegung (bei dem Zargeneinbau) und nach der Verlegung des Fußbodens (vor der Montage des Türblattes).

 

 

Wissenswertes

 

1. Rechte und linke Türen. Als rechte werden bezeichnet Türen, deren Bänder

auf der rechten Seite der Türzarge sichtbar sind. Das rechte Türblatt öffnet sich nach rechts

(mit rechter Hand - zu sich).

Als linke werden bezeichnet Türen, deren Bänder auf der linken Seite der Türzarge

sichtbar sind. Das linke Türblatt öffnet sich nach links (mit linker Hand - zu sich)

 

2. Breite der Innentüren. Die Innentüren müssen eine lichte Zargenbreite von Minimum 80

cm haben.

 

3. Lüftungsöffnungen im Türblatt. Die WC- und Badezimmertüren müssen mit

Lüftungsgitter- oder Öffnungen von einer Gesamtfläche jedoch nicht weniger als 220 cm2 ausgestattet sein. Die Türen können auch am unteren Rand einen ausgeschnittenen Lüftungsspalt haben.

 

4. Öffnungsrichtung des Türblatts. Die WC- und Badezimmertüren sollen sich nach außen

öffnen. Ähnlich die Türen zu den kleinen Räumen ohne Fenstern, z.B. Garderoben und

Ablageräumen. Hier finden Anwendung Sicherheitsmassnahmen. Wenn jemand in solchem

Raum ohnmächtig wird oder den Raum selbst nicht verlassen kann, umso leichter Hilfe

bringen zu können. Türen, die sich nach außen öffnen, prallen nicht gegen der befindlichen

im Raum Person und ermöglichen das Betreten des Raumes im Falle, wenn jemand am

Fußboden liegt.

 

5. Sichere Abstände. Im Falle, wenn sich eine Tür nach einem engen Korridor öffnet, muss

der Abstand zwischen dem offenen Türblatt und der Wand mindestens 60 cm betragen.

 

6. Türdrücker oder Drehknopf? Wenn an Stelle eines Drückers ein Drehknopf eingebaut

wird, muss der Abstand zwischen dem Drehknopf und Türrand größer sein - dann ist das

Öffnen und Schließen der Tür bequemer, ohne, dass man die Finger bzw. die Hand an

die Türzarge gestoßen hat. Es besteht auch die Möglichkeit solchen Drücker oder

Drehknopf einzubauen, dessen Form eine Sicherheit den Händen gewährleistet.

 

7. Podest: sicher in den Keller und Garage herunter gehen. Falls sich die Tür nach die

Treppe öffnet, z.B. Kellertreppe oder auch Garagetreppe, muss man vor der Treppe einen

entsprechend großen Podest setzen, dass die auf ihm stehende Person nicht durch das

geöffnete Türblatt auf die Treppe gestoßen wird.

Sichere Länge des Podestes vor der Tür beträgt 150 cm.